Fridays for Hubraum - neue Gegenbewegung ?

  • Also ich finde es echt heftig, wie viele neue Mitglieder diese Facebook-Gruppe in 2 Tagen gesammelt hat... nämlich über 60.000. Darunter sehr viele Idioten die man mitzieht. Menschen die kein bisschen ihr Verhalten (als Mensch) reflektieren. Dabei möchte ich weder die Gegenseite, noch Diese komplett verurteilen, aber sich und andere abfeiern, weil man den fettesten Spritverbraucher und Verrußer fährt... ich weiß nicht. Ich finde das ist auch irgendwie nicht richtig.

    Was meint ihr ? Ich verstehe diesen ganzen Unmut, aber nicht, dass es für so viele Erwachsene nicht möglich ist, mit mehr zu prahlen, als mit ihren scheiß Karren und dummen Greta-Memes. Ich sehe keine Leute die mal etwas sinnvolles in Gang setzen. Ob Demonstrationen á la Gelbwesten sinnvoll sind, ist zu diskutieren. Ich finde ja nicht, wenn man gleichzeitig über die G20-Idioten geschimpft hat. Gibt es unter so vielen "Gegnern" der aktuellen Klimadebatte denn niemanden, der uns allen mal das Gegenteil BEWEISEN kann ? Für jeder Mann verständlich, nachvollziehbar und faktisch nicht zu widerlegen. Das meiste sind nur hohle Phrasen vom Stammtisch...


    https://www.facebook.com/groups/1134216853441974/about/

  • Lustig, ähnliches diskutieren wir grade in ner kleinen Whatsapp Gruppe. Im Prinzip finde ich es bisschen Traurig, wie man auf der Greta rumhackt und auch immer alles genau beäugt und sofort verurteilt. Gestern bin ich in diese Gruppe auch eingeladen worden, hab kurz reingeschaut und auch aus den selben Gründen für mich festgestellt, das es nicht meine Welt ist.So wie es aktuell läuft, kann es nicht weitergehen. Das Problem ist nur, das alles was hier beschlossen wird der Welt nicht wirklich hilft.


    Von der Gruppe halte ich nur eins: Abstand.

  • Es ist natürlich schon erbärmlich, dass sich Erwachsene Menschen so über eine 16 Jährige auslassen. Das zeigt meiner Meinung nach deutlich was für ein "großes" Hirn diese Menschen haben.


    Auch wenn es mir alles etwas geheuchelt vorkommt (wenn man einfach nur mal die Segelfahrt nach NY als Beispiel nimmt) muss es dennoch andere Wege geben sich darüber zu äußern.

    Viel mehr wirkt es auch, als ob hinter diesem ganzen Greta Thema einfach nur gutes Marketing und / oder ein Manager sitzt, welcher die Fäden zieht. Aber spielt ja eigentlich auch keine Rolle.


    Eigentlich kann man nur hoffen das die Menschen, zumindest ein Großteil, durch dieses ganze Thema mal zum nachdenken angeregt werden und etwas für den Klimaschutz tun.


    Endloses Thema ...

  • Finde das ganze echt peinlich.


    Ich kann verstehen, wenn man sich als Autofan (gerade als Fan älterer oder sportlicherer) Autos gewissermaßen angegriffen fühlt von der ganzen Umweltdiskussion. Und ja, man wird aktuell auch von allen Seiten beschallt. Aber sich dann so trotzig aufzuführen ist echt das letzte.


    Ja, auch ich habe schon gewisse Witzchen darüber gemacht. Finde ich bis zu einem gewissen Maße mit viel Ironie ja auch okay. Aber gut, ich hab sowieso eine recht zynische Weltanschauung und spotte eh über alles und jeden. Aber wie manche sich dann aufs prolligste auf die Flagge schreiben extra viel zu verpesten und sich quasi als "Erzfeinde" dieser 16-jährigen darstellen... klappts noch?


    Man mag über die Vorgehensweise der FFF-Bewegung denken was man will, letztendlich haben sie ja nicht unrecht. Es muss was getan werden, wenn auch viele der aktuellen Forderungen unrealistisch weil zu kurz gedacht und reaktionär sind. Wenn man mal ein bisschen das Hirn einschaltet und einfach mal jeder mal sein kleines Stückchen macht - und sei es nur endlich mal damit anzufangen den eigenen Müll nicht aus dem Autofenster in die Landschaft zu kippen - dann ist das wesentlich produktiver als so eine infantile Kinderkacke bei Facebook.

  • Es zeigt wieder ein mal mehr wie sehr gespalten die Völker sind.


    Ist es mir vor 20 Jahren nicht so aufgefallen, oder war es da nicht so schlimm?

    Schwer zu sagen. Meine Theorie ist, das wir leider immer mehr verblöden. Es pflanzen sich oft die fort, die leider zu wenig nachdenken. Die, die was in der Birne haben machen das weniger. Das meine ich wirklich ernst. Wenn jemand mal Idiocracy gesehen hat, versteht was ich meine. Der Film ist eigentlich lustig, gefühlt aber doch sehr nah an der Realität.


    Viele Dinge gehen verloren bzw werden nicht weitergegeben. Das haben uns leider unsere Großeltern schon gesagt und es stimmt. Kaum einer kann ja noch eine andere Meinung akzeptieren, obwohl er diese nicht teilt.

  • 320i Matze sagt es, die Plattform hat sich gewandelt...ob die Presse vor 20 Jahren von Greta berichtet hätte ist fraglich...dann wäre der Hype nicht entstanden.


    Warum jetzt ein 16 jähriges Mädchen als Maskottchen für den Klimakampf über die Bühnen gepeitscht werden muss ist mir aber rätselhaft.

    Die größte aller Fragen ist aber:

    Wie soll es denn jetzt genau weiter gehen?


    Wirtschaftswachstum hängt zwangsläufig mit Bevölkerungswachstum zusammen, ich kann nur mehr Handys verkaufen wenn es mehr Leute gibt die eins benötigen.


    Die Bevölkerung wächst sehr schnell (80 Millionen Menschen mehr jedes Jahr!) - jedes Jahr ein neues Deutschland irgendwo auf dem Planeten, also wächst auch die Wirtschaft munter weiter...

    Nachfrage und Bedarf ist da.


    Die Lösung aller Probleme ist ja jetzt nicht nur das Auto, allgemein Müll, Plastik, Verbrauch.

    Es ist jetzt schon nicht genug für alle da und das Wachstum wird immer weiter voran getrieben.


    Sick Nick Richtig, das Gefühl habe ich auch. Jeder pocht ohne den kleinsten Kompromiss auf sein Recht und seine Meinung.

    Die Gemüter heizen sich auf bis es Krieg gibt und danach halten mal wieder alle paar Jahre zusammen.

    93er M3 Avusblau - Sunday Cruiser

    96er 323i Bostongrün - Daily

  • Das kann ich genau so unterschreiben.


    P.S.: Diese Gruppe ist mittlerweile auf über 100.000 Mitglieder angewachsen und es fehlt scheinbar noch jegliche ernsthafte Koordinierung, wo die Reise hingehen soll. Wenn aus Spaß ernst wird... :whistling:

  • Die Gemüter heizen sich auf bis es Krieg gibt und danach halten mal wieder alle paar Jahre zusammen.

    Danach ist aber wieder Wachstum möglich :(


    Das ewige Streben nach eben diesem ist m.E. der Grund aller Probleme. Und so lange das Basis der "menschlichen" Gesellschaft ist, wird's nicht wirklich besser. Wir müssten mal Wachstum neu definieren, z.B. als Wachstum an persönlichem Freiraum oder freier Zeit anstatt Produkten, Geld und Konsum ... Irgendwann hat doch eigentlich jeder alles. Es geht nur noch um immer schnelleres Wegwerfen.

  • Danach ist aber wieder Wachstum möglich :(


    Das ewige Streben nach eben diesem ist m.E. der Grund aller Probleme. Und so lange das Basis der "menschlichen" Gesellschaft ist, wird's nicht wirklich besser. Wir müssten mal Wachstum neu definieren, z.B. als Wachstum an persönlichem Freiraum oder freier Zeit anstatt Produkten, Geld und Konsum ... Irgendwann hat doch eigentlich jeder alles. Es geht nur noch um immer schnelleres Wegwerfen.

    Dazu noch ne Anmerkung:


    Wachstum. Immer mehr produzieren. Mehr, mehr, MEHR. Klar, es werden auch immer mehr Menschen (was ich persönlich auch für falsch halte, da wir ja so schon nicht wirklich hinterher kommen). Aber teilweise wird soviel Zeug produziert, dass man ja garnicht mehr weiß wohin damit. Ich sag nur die Autoindustrie.


    Ich bin die Tage an einem Industriegebiet vorbeigefahren, da stand wirklich 'Automeile' dran (Düren). Was da an Neuwagen rumsteht ist absolut krank. Und die Leute kaufen den Dreck wie warme Semmeln. Immer und immer wieder, obwohl ihre alten Autos noch absolut gut und in Ordnung sind. Aber man muss ja dem Nachbarn zeigen, dass man sich was leisten kann, oder so ein Unfug. Also alle 2 Jahre die nächste nagelneue Gurke vors Haus stellen. Und es stehen dann aber trotzdem noch doppelt so viele Autos wie "benötigt" werden beim Händler. Das ist einfach absoluter Irrsinn.


    Und so ist es ja nicht nur bei Autos. Smartphones, Fernseher, Computer, sämtliche andere Technik wird ja genauso gepusht. Alle 2 Jahre neuen Handyvertrag mit neuem Endgerät! Hurra!


    Dass die alten Sachen dann relativ schnell einfach auf dem Müll landen und im Endeffekt keiner weiß wohin damit, das scheint dabei vollkommene Nebensache zu sein. Und dann predigen trotzdem alle "Nachhaltigkeit" - mir scheint eher, die breite Masse hat garkeine Ahnung, was das überhaupt ist?!

  • ich hab den eindruck das man heutzutage nur noch mit extremen meinungen die blicke auf sich lenkt. man muss ja nur einmal dieses kotzblatt von bildzeitung aufklappen...


    schade das sich nicht mal jemand mit gemäßigter meinung durchsetzen kann. das beide seiten natürlich einen hang zum extremen haben und aufeinander prallen ist völlig ok, solange es dann zu einem guten ergebnis nach einer diskussion kommt.


    ich hab aber langsam den eindruck das viele „erwachsene“ garnicht in der lage für einen diskurs sind. stattdessen wird gegen kids teilweise aufs mieseste gehetzt...


    ich zb. würde gerne elektrisch im alltag fahren, es wäre aber schon schön wenn man seinen klassiker oder sein schmuckstück am we noch ein paar kilometer bewegen kann.


    btw die „älteren“ können sich vielleicht noch ein paar jahre behaupten, aber die „jugend“ stirbt halt einfach später und wird sich früher oder später durchsetzen.

  • Da wo E-Antrieb sinnvoll ist - bei Fahrzeugen, die einen geringen Radius nie verlassen - perfekt. Und kein Abgas in engen Städten.


    Die Grundfrage ist m.E. nicht, wie wir Energie in Bewegung umwandeln, sondern aus welcher Primärquelle sie kommt. Und in einem Land mit bestenfalls 40% regenerativem Strom, sind alle regenerativen Quellen ausgeschöpft. Da gilt es anzusetzen.


    Wenn wir morgen alle E-Auto fahren, kann der Strom dafür (noch?) nicht umweltfreundlich erzeugt werden. Wir werden es uns länger nicht leisten können, auf eFuels in Verbrennern zu verzichten. Leider ist das grad nicht gewollt, würde aber auch unsere Oldies umweltfreundlich machen. Quelle wäre dabei Windstrom, der jetzt nicht ins Netz gespeist werden kann, weil grad kein Bedarf ist oder kein dickes Kabel liegt. Ich bin im Sommer bei Wind an stehenden Windparks vorbei gefahren. Im Moment wird grad der zweite Schritt vorm ersten getan und der Wegwerf-Wahn nur wieder angeheizt.


    Sorry, war wohl OT.


    (Ich nutze kein Facebook, gehöre keiner Gruppe an und halte mich auch nicht für radikal oder sonst was)

  • Nagut, die Naturstrom-Empfänger wachsen ja in der Anzahl immer weiter an. Das ist ja auch weiterhin das Vorhaben und kommt automatisch mit dem größeren Bedarf.


    Das "wenn morgen alle..." ist doch kein Argument, weil vollkommen realitätsfern. Wir werden wohl eher einen sanften Übergang erleben. Als die Kutschen noch Alltag waren, gab es auch kein entsprechendes Tankstellennetz für die paar Verbrennerüberzeugte. Auch dort gab es mit Sicherheit die gleichen Reden wie heute über E-Autos (dabei mein ich das E-Auto an sich.. ich rede dabei nicht über irgendwelche Ökonomie oder sonst was).