• Moin,


    ich plane mir im Sommer ein neues Spielzeug zu kaufen. Mein aktueller Zweitwagen wird dafür leider gehen müssen.

    Ein E46 M3 soll es werden. Coupe. Handschalter.

    Nun habe ich den Markt erst 2 Monate im Blick, die Preise variieren von 13.000€ für ein Rechtslenker SMG Cabrio 250.000km Standort Litauen, bis 35.000€, für einen Handschalter, Coupé, max. 100.000km Standort DE.


    Vorweg: Ja, so ein Auto ist teuer und Reparaturen und Teile werden mit Gold aufgewogen. Ich bin Mechaniker in einer Niederlassung, also halb so wild ;)


    Was darf so ein Auto momentan kosten? Ausstattung und Lackfarbe sind erstmal zweitrangig. Klar wäre es schön wenn er nicht Standard Silber wäre, aber ich könnte damit leben.

    Laufleistung von 100tkm bis 200tkm sind für mich ok. Ich denke alles darunter ist eher schon Richtung Sammler.

    Ich möchte das Auto fahren pflegen und Spaß dran haben. Da kommt es auf 20.000km mehr oder weniger nicht an.


    Wie aktuell ist die Hinterachs-Thematik heute noch? Mein gutgläubiges Ich schätzt dass doch bestimmt schon 90% der Fahrzeuge bereits betroffen und repariert worden, meint ihr nicht?

    Bei einer Fahrzeugbesichtigung hätte ich Rampen etc. dabei um das zu prüfen.


    Pleullager sind ja auch so eine Sache beim S54. Ich habe persönlich noch keinen mit Lagerschalen defekt sehen oder hören dürfen. Kündigen sich die Kollegen brav an oder fängt das Auto beim nächsten Kaltstart gewalttätig an zu klappern, wenn die Kurbelwelle schon längst eingelaufen ist?


    Querlenker und Bremsen bla bla bla Verschleißteile... E36 E46 Standardzeug eben.


    Leider sind diese Fahrzeug sehr selten bei uns in der Werkstatt um mir selber ein globales Bild von den Dingern zu machen. Normale AG Fahrzeuge sind häufiger da, aber auch meistens nur die regulären E46 Krankheiten. Und sind wir mal ehrlich, die halten sich echt im Rahmen. Mal abgesehen von den Hinterachsen.


    Habe ich sonst noch etwas vergessen worauf ich unbedingt achten sollte?

  • Hab auch lange nach nem e46 m3 geschaut, mich dann aber doch für nen 335 entschieden. Daher hab ich lange den Markt beobachtet bzw schau immer noch aus Interesse.

    Denk 20tsd. + Musst ausgeben wenn einen guten mit Historie möchtest. Smg sind billiger im Schnitt , Hinterachse ist soweit kein Problem bei den e46 m3. Pleuellager würd ich vorsichtshalber immer machen, falls nachweislich nicht getauscht.

    Den schaden hörst erst wenn s soweit ist.

    Ventilspiel sollte regelmäßig kontrolliert werden, vanos weiss ich jetzt gar nicht ob die genau so anfällig sind wie beim e36m3

  • Ich habe mich auch mit dem Fahrzeug auseinander gesetzt und wenn man mit der Laufleistung flexibel ist, kann man schon um die 20 bis 22 000 was finden. Teilweise auch mal drunter, aber die meisten stehen wirklich im Pott oder um Stuttgart und München. Ich habe mich damals auch nach Fahrzeugen mit gemachten Pleuellagerschalen umgesehen oder diese Arbeit eben mit in den Kaufpreis eingerechnet. Ansonsten sollen die Dinger ja gut laufen, SMG willst du ja nicht. Als Mechaniker weißt du ja, worauf du achten musst.

  • Ich hab mit den Autos auch schon gebliebäugelt statt einem kostspieligen weiteren aufrüsten meiner Autos oder zusätzlich, je nach Tageslaune...


    Es gibt echt viele Autos die Rostprobleme haben, oder auf der anderen Seite rostfreie, aber oft Importautos, da muss man sich auf jedenfall imer die FIN vorher geben lassen, mache ich aber sowieso immer....


    Unfallfreiheit an einem M3 ist die frage, braucht man das zum fahren Nein, als Wertanlage schon, okay suchst du nicht, aber sollte eben auch nicht gammeln wie blöd in 3 Jahren.


    Ich schaue immer mehr nach Unfallwagen mit leichtme Schaden, dann konnten die Besitzer nicht den Abgabezeitpunkt des Fahrzeugs beeinflussen und haben schon passend Zeit X vor dem Verkauf aufgehört in Wartung und Erhalt zu investieren, was bei der Fahrzeugkategorie ja bald gang und gebe ist.


    Für einen guten 20k muss man leider hinlegen, oder extremes Glück haben.


    Aber da sag ich mir und Du Dir vlt. auch , brauche ich das? Lieber einen Motorschaden Wagen für 12-14k kaufen, und für knapp 20k ist der bei viel Eigenleistung wieder fertig und das teuerste Bauteil komplett erneuert und Problemlos.


    Bei mir fährt bei M Motoren sonst immer Dumbo mit, und macht große Ohren ob irgendetwas kurz vor einem defekt steht...


    US Importe sind auch fast immer Unfallwagen gewesen die über Litauen wieder kamen.


    Dann eher direkt ab Überseehafen so ein Ding kaufen für schmale Mark und EU Krümmer, Bremsen etc. montieren.



    Sehr schwer so ein Auto zu kaufen finde ich, vorallem wenn man eigentlich gerne Schnäppchenjäger ist oder zumindest maximal einen fairen Preis bezahlen möchte.

  • Importe möchte ich möglichst vermeiden.
    Die Fahrzeughistorie bei solchen Autos ist leider äußerst schwer nachzuvollziehen.
    Da nenne ich immer gerne das Beispiel von einem Bekannten. Der wollte sich ein 1er Coupe kaufen 130i. Er gab mir die FIN und ich habe mal drauf los gegoogled. Stellte sich heraus dass die Karre aus den Staaten kommt und dort als Totalschaden abgeschrieben wurde. Wurde mit 59.000km angeboten.

    http://st.salvagebid.com/89970/475751975-2L.jpg


    hatte 102.000 MEILEN auf dem US-Tacho.


    Dass das Auto keine Wertanlage sein soll habe ich nicht gesagt ;) Es wird definitiv kein wenig gelaufenes Sammlerstück sein, aber ein gutes Leben wird der Eimer bei mir Gewiss haben.

    Ich bin mir relativ sicher dass die Preise grade an ihrem Tiefpunkt sind was E46 M3's angeht.

    Es wird mit Sicherheit ein Auto was mich lange begleiten wird, nicht nur weil die Reparaturen sau teuer werden können und ggf. erspart werden müssen, sondern weil es eines der letzten wirklichen Fahrer-Autos ist!


    Einen beschädigten Wagen würde ich nicht kategorisch ablehnen, kommt auf den Schaden an. Bei eBay ist aktuell ein US-Import mit Frontschaden. Beide Längsträger schielen nach links. Das ist mir definitiv zu kaputt.

    https://www.ebay.de/itm/BMW-M3…ksid=p2060353.m1438.l2649

  • Der Tiefpunkt was den Preis angeht ist schon vorbei, aber preislich immer noch bezahlbar, deshalb jetzt einen suchen und kaufen.

    Unfallwagen würde ich vermeiden, ausser es passt halt wirklich alles, Farbe Ausstattung usw. Das spiegelt sich ja irgendwann wieder wenn du den Wagen verkaufen willst, auch wenn daran jetzt noch nicht zu denken ist.

    Solange der Motor nicht hops geht halten sich die Kosten in Grenzen. Lagerschalen 1000+- vanos überholen ab 400, Ventilspiel einstellen 400 das wars an hohen Kosten eigentlich.

  • www.der-bmw-spezialist.de/m-klinik/bmw-m3-z4-e46-s54/


    Rissbildung Hinterachse ist ein bekanntes Problem. Musst mal ganz nach unten scrollen.


    Worst Case ist ja tatsächlich n Motorschaden, habe ich ja grad beim e36M3 hinter mir...und das teuerste sind halt wirklich die Teile. Aber n M3 besteht ja nicht nur aus dem Motor:(...von Vollkasko mal ganz zu schweigen

    Zu dem Thema sagt BMWpedia...



    Eine weitere wichtige, äußerlich jedoch nicht auf den ersten Blick sichtbare Überarbeitung betraf die Befestigung der Hinterachse an der Karosserie. Hier kam es – vor allem bei Fahrzeugen mit Sechszylindermotor aus den ersten Produktionsjahren – gehäuft zu Rissbildungen, die eine sehr aufwendige (vollständige Demontage des Heckbereichs und Austausch eines großen Karosserieteils) und teure Instandsetzung erforderten. Als Vorbeugemaßnahme und Alternative zur Komplettreparatur bei noch nicht weit fortgeschrittener Rissbildung bot BMW eine Zeitlang das gezielte Verkleben der rissgefährdeten Bleche mit einem Spezialharz an.

    Dieses Problem trat vor allem bei Fahrzeugen mit Sechszylindermotor aus den ersten Produktionsjahren auf und wurde durch BMW in der Modellpflege im September 2001 behoben.

  • Wie ich finde, super Interesantes Thema! :)

    - Ich hätte ja bei solchen Sportlern wie genarell bei eher Teureren Autos die sorge komplett Verheizte Ofen zu bekommen... Aber das ist halt immer 50/50...


    Lass uns bitte teilhaben wie du dich entscheidest!

  • Ui, das ist natürlich nicht so gut. Ich mach mir bei meinem E90 320d immer Sorgen um die Kette, beim M3 hatte ich da bisher gar keine Sorge.

    Konnte Dein Instandsetzer was dazu sagen, ob die Kette einfach riss oder ob die gerissene Kette ein Folgeschaden ist?


    Weist Du, ob die Lagerschalen noch die ersten waren? Bin halt bei meinen M3 (84.000 und 137.000 km) immer am überlegen, wann ich diese tauschen soll.


    Tschuldigung bitte, wenns etwas vom Ursprungsthema abweicht. Andererseits lässt sich ja vieles auf den S54 übertragen.

    img2445608ldbo2nrjg.jpg.........das Leben ist zu kurz, um Fronttriebler zu fahren

  • Die M3 E46 ziehen seit gut 3 Jahren preislich wieder an. Meinen habe ich vor 1,5 Jahren gekauft und da konnte man schon alles unter 20k vergessen.

    Nachvollziehbare Historie halt ich für unverzichtbar, gerade im Hinblick auf Wartung und Pflege.


    Pleuellagerschalen sollten, wenn man sicher sein möchte, alle 80-90 tkm gewechselt werden. In diesem Zug auch die Ölpumpe kontrollieren.


    Rost ist auch beim E46 ein Thema genau wie Vanos, Ventildeckeldichtung, Ventilspiel.


    Hinterachse reißt gerne, unabhängig von Baujahr und Model. Einfach mal die Seite von Mario Kressel besuchen.


    Auch sollte man sich einen Gedanken machen welches Baujahr man möchte. Ich meine ab 11/02, bin aus dem Kopf raus nicht ganz sicher, wurde das MK60 ESP verbaut. Dies spricht gefühlvoller an und man kann den Trackmode der Competition kodieren. Das ESP meines 2001 kann man auf dem Track nur aussschalten oder lebt mit recht Rüden Eingriffen.

  • Der Grundmotor von S50 und S54 ist identisch, daher garnicht so abwegig.


    Die Hinterachsen waren auch nach 2001 noch ein Thema. Definitiv!


    Klasse Video zu dem Thema und äußerst detailliert. Der ganze Youtube Kanal ist äußerst informativ hinsichtlich M3 E46.


    Verheizte Autos sind bei so einer Klasse natürlich so eine Sache. Einerseits sind die Eimer genau dafür gebaut, andererseits tut ihnen Pflege auch nicht weh. Eine gute Sache ist der hohe Anschaffungspreis. Das disqualifiziert schon viele jugendliche hammerkranke die das Auto zu Grunde richten.


    Lagerschalen ersetzen ist keine schlechte Sache! wenn man das bei den S-Motoren alle 100tkm macht hat man Ruhe. Alle male besser als in Zugzwang zu geraten wenn der Motor dann doch mal klappert. Eine Kurbelwelle Instand setzen, oder womöglich ersetzen zu müssen, kostet mehr als mir lieb wäre.
    Wenn es im Sommer echt dazu kommen sollte dass ich so ein Fahrzeug kaufe, werden die Schalen gemacht! Die Teile kosten, grob nach oben korrigiert, um die 300€. Eine Austausch Kurbelwelle schlägt mit 2500€ zu buche. Reparatur auch um 5000% aufwändiger.

  • Würde ein 335i nicht in Frage kommen? es ist natürlich kein M aber im vergleich zu nem e46 m3 im selben Preissegment mit weniger km und top ausstattung, quasi neuere technik, vorallem mit wenig geld Leistungstechnisch viel rausholbar :) (natürlich nur falls sowas in frage kommt) was ja beim e46 m3 durch den sauger kostenintensiver und nicht effektiver ist.

  • Würde ein 335i nicht in Frage kommen? es ist natürlich kein M aber im vergleich zu nem e46 m3 im selben Preissegment mit weniger km und top ausstattung, quasi neuere technik, vorallem mit wenig geld Leistungstechnisch viel rausholbar :) (natürlich nur falls sowas in frage kommt) was ja beim e46 m3 durch den sauger kostenintensiver und nicht effektiver ist.


    Es sind schöne Autos die auch schön zu fahren sind, aber technisch schon zu modern für mich. Vieles lässt sich ohne Tester nicht diagnostizieren geschweide denn reparieren. Ersatzteile sind nochmal eine schippe teurer - Thema Elektrik, Steuergeräte und der ganze Unfug.
    Außerdem nehmen mich die Autos emotional absolut nicht mit. E92 M3 mal außen vor.

    Ich habe im Job tagtäglich mit den Buden zu tun und es fühlt sich für mich tatsächlich nur wie ein Fortbewegungsmittel an. Es tut seinen Job und macht es dir möglichst angenehm.

    So ein E46 M3 ist jedesmal ein Erlebnis wenn man mal in den Genuss kommt. Aber das ist auch nur meine persönliche Meinung. Geschmäcker sind ja nunmal auch verschieden.




    mmhmhhhhh mehr Löcher als ein Käse :D

  • Ich habe meinen E46 M3 in 2014 gekauft.

    Bin damals dutzende Kilometer durch die BRD gefahren um mir welche anzusehen. Die gesamte Suche hat knapp 6 Monate gedauert.

    Meiner Erfahrung nach muss man für ein gutes M-Modell (Egal eigentlich welches) mindestens 25.000 Euro hinlegen.

    Alle darunter haben mehrere Haken.


    Will man eine besondere Farbe (also alles außer Carbonschwarz oder Silber ^^) oder besondere Lederfarbe wird 2-3 tausend teurer.

    Will man Coupe + Handschalter wirds teuerer.

    Will man Competition Paket wirds richtig teuer ^^

    Historie und Wartungsnachweise sind Pflicht. Lückenlos!


    Ich würde ne Runde zum Tüv fahren und n Gebrauchtwagencheck machen lassen. Alleine schon das der Verkäufer das nicht ablehnt ist ein gutes Zeichen.


    Dann ist auch ein Import nicht so ein Problem. Meiner war aus 1. Hand aus Italien, 25tkm. Alles über die VIN bei BMW prüfbar.


    Alles in allem habe ich den Kauf nie bereut, im Gegenteil, das Auto hat alle meine Erwartungen massiv übertroffen!

    Ist aber für mich ein reines Sommerauto.


    Das sie schon sehr modern sind ist dem Fahrgefühl eher zuträglich :)

    Und ich finde ein M gehört, schon allein wegen der Historie, regelmäßig beim BMW Händler (oder einschlägige Spezialwerkstatt) gewartet, und jeder Defekt umgehend dort behoben.

    Nur dann bleibt er auch Wertstabil.

  • Wartung und Service sind absolut kein Thema. Das wird bei mir definitiv zeitnah und regelkonform durchgeführt.
    Glücklicherweise habe ich Zugriff auf sämtliche Spezialwerkzeuge und all dem anderen Klimbim.


    Competition Paket ist keine Priorität, genauso wie die Austattung. Das würde ich nach und nach meinen Vorstellungen anpassen. Da das Auto ohnehin nur von April bis Oktober angemeldet werden würde gibts in den Winterpausen viel Zeit für Aktivitäten.


    1. Hand und 25.000km ist schon ein Glücksgriff denke ich.

    Mit kleineren reparablen Makeln kann ich sehr gut leben. Das Auto darf gerne 3 Zeit in Anspruch nehmen um wieder lupenrein darzustehen. Die Zeit investiere ich gerne wenn es ein Fahrzeug ist bei dem sich die Mühe auch lohnt.


    Bei meinem aktuellen Zweitwagen ging das optimal auf, allerdings ist da das Ende der Fahnenstange langsam erreicht. Es gibt nichts mehr zu tun ||