Motortackern bei warmen Motor ab ca 2000 min-1 beim S52B32

  • Guten Morgen,

    ich habe das Problem in der Überschrift genannt und suche jetzt Ideen was das sein könnte und was ich noch prüfen könnte.

    Aber von Anfang an.

    Ich baue meinen E36 gerade auf S52B32 um.

    Mit M50 Brücke, Schmiedmann Fächer und Schrick Nocken 264/256 mit Automatik und Diff vom Alpina.

    Der Motor ist überholt worden und neu aufgebaut. Er wurde auseinander gebaut, gewaschen, abgedrückt, Kopf und Block plan geschliffen, neue Lager, Dichtungen, Vanos überholt, Ventilsitze überarbeitet und zusammengebaut.


    Der Einbau hat soweit gut geklappt wenn man mal die üblichen Hindernisse außen vor lässt die einfach passieren wenn man einen Motor wechselt in ein Auto dessen km Stand bei 340000 liegt.

    Nachdem dann auch die Kleinigkeiten wie falsch verpinter KW Sensor erledigt waren, lief er dann auch einigermaßen. Ich sage einigermaßen da die Abstimmung bei SGS noch bevorsteht.


    Was mich jetzt störte war ein mahlendes schabendes Geräuch und das klackern, das in der Überschrift beschrieben ist.


    Das mahlend schabende Geräusch stellte sich als defekte Magnetkupplung des Klimakompressors heraus.


    Bleibt noch das tackern. Klingt ein wenig wie Diesel. Ich stelle heute Abend mal ein Video ein da ich diesen Text von unterwegs schreibe.


    Was habe ich jetzt alles probiert.


    Nockenwellensensor getauscht. Damit lief er besser aber beseitigte das tackern nicht.


    Öldruck gemessen. Paßt, mit 4bar. Sollte die Ölpumpe damit auch ok sein?


    Zündkerzen geprüft. Alle fest


    Zündspulen geprüft und untereinander getauscht. Keine Veränderung im Motorlauf.


    Kompression auch ok


    Brennräume kontrolliert/Endoskopiert. Kein Feindkontakt.


    Nockenwellenstellung geprüft. Da ich kein Werkzeug habe hier die Beschreibung wie ich das gemacht habe.

    1 Zylinder OT gestellt, Vanos mit Pressluft beaufschlagt (hat sich nicht bewegt) und Vierkant mit Lineal auf Parallelität geprüft. Ich weiß nicht ob das so korrekt ist aber ich wollte auch nur prüfen ob es paßt und keine Feineinstellung vornehmen. Könnte ich aufgrund meiner Fähigkeiten auch nicht.


    Ölkreislauf auf Späne geprüft. Zylinderkopf, Ölfilter, Ölwanne.Nix


    Hydrostößel geprüft soweit möglich. Mit der Fühlerlehre geschaut ob einer vielleicht nicht anliegt. Paßt aber. Lassen sich alle mit dem Finger hin und her drehen. Sind also leichtgängig.


    Mehr fällt mir jetzt nicht mehr ein.


    Ich würde ja gerne an defekte Hydros glauben und ich werde sie sowieso neu machen, Ja, ich weiß. Baut der einen Motor neu auf und macht keine neuen Hydros rein. Blödmann.:rolleyes:


    Hydros würden doch aber von Anfang an tackern? Nicht erst bei warmen Motor und ab ca. 2000min-1?

    Ich wäre für jede Idee dankbar.


    Gruss Jürgen

  • ein video wird das beste sein, um es eingrenzen zu können.


    ein leichtes tackern hatten bei mir alle M52 motoren wenn sie warm sind, kommt aber definitiv von unten aus dem bereich ölwanne.

    Fahrzeug 00er E39 530i Touring Cosmos (Daily)

    Stehzeug 99er E36 328i Cabrio Fjordgrau (Season only)

    Dauerstehzeug 98er E36 M3 Coupe Individual Alaskablau (Season only)

    Dauerstehzeug 97er E36 328i Coupe Individual Estoril (Season only)

  • ein video wird das beste sein, um es eingrenzen zu können.


    ein leichtes tackern hatten bei mir alle M52 motoren wenn sie warm sind, kommt aber definitiv von unten aus dem bereich ölwanne.

    Das könnte auch einfach nur damit zusammen hängen, dass Aluminium-Motorblöcke grundsätzlich Geräusche schlechter dämpfen als Grauguss. Ich kenne selbst keinen S52 aber bei dem handelt es sich doch um einen US-Motor mit Grauguss-Block ?

  • 30°Kurbelwinkel sind ein typischer Verstellweg einer Einlass-Nockenwellenverstellung.

    Die des M3 arbeitet kontinuierlich. Das war damals noch etwas besonderes.

    (díe des europäischen - hier nur 2-Punkt-Verstellung spät=>früh)


    Du siehst m.E. nicht die NW-Position im Sinne einer Grundsteuerzeit sondern die aktuelle Verstellposition bezogen auf den Anschlag. Im Leerlauf müsste m.E. da 0 oder 30 stehen, dann sollte sie ab ca. 1500 Richtung gegenüberliegendem Anschlag wandern und ab ca. 4500 wieder in Grundstellung ankommen.

  • Es scheint sich geklärt zu haben , da der Motor nach richtigem einstellen der Nockenposition beim Sven ( SGS ) jetzt geräuschfrei läuft , die versuche die Nockenwellen richtig einzustellen waren vorher fehlgeschlagen ......

  • Hallo Patrick,


    Burger essen ist mal wieder angebracht um dich auf Stand zu bringen ;)



    geräuschfrei nicht. Das tackern ist weg. Habe aber jetzt noch ein tickern :) das von den Einspritzventilen kommt. Habe Sven noch ein paar gegeben. Er sucht mir jetzt die besten raus. Dann werden die noch mal überholt. Dann sind auch die richtigen O-Ringe drauf. Hoffe das es dann noch besser wird. Ganz weg wird es nicht gehen. Vielleicht laufen mir ja noch mal ein paar bezahlbare M Düsen über den Weg.


    Gruss

  • Hallo,

    nur aus Neugier, ich habe keinen S52 und mein M52 ist und bleibt Serie.


    Schrick ist ja bekannt und nicht gerade ibäh-Billig-Zeug aus China.


    Die Nockenwellen werden ausgerichtet anhand der parallelen Flächen am Wellenende. Da kommt eine Brücke drüber und gut. Richte ich jetzt anders aus, verschiebe ich doch Öffnungsbeginn bzw. -Ende. Damit verändere ich (minimal) die Füllung des Motors, ähnlich wie ein Nockenwellenversteller.


    Ich weiß auch, dass im Rennsport oder an Entwicklungsmotoren mit Gradscheibe und Messuhr eingestellt wird. Dazu muss man aber genau den gewünschten Öffnungsbeginn kennen.


    Sind die Fertigungs-Toleranzen echt so groß, dass sich das lohnt ?



    Nächste (blöde ??) Frage: die Beschleunigungen am Ventil bzw. das Auftreffen des Nockens auf den Tassenstößel sind doch ausschließlich vom Nockenprofil abhängig, nicht vom Zeitpunkt bzw. KW-Winkel, bei dem das geschieht (Ventil-Kollision mal ausgenommen :)).

    Ich lese aber, dass Eure Erfahrung das Gegenteil beweist. Wo ist mein Denkfehler, was habe ich übersehen bzw. nicht bedacht ?

  • Das fängt damit an das der S52 Kopf eigentlich nicht geplant werden sollte , bei OE Nockenwellen , und bei den Schrick hat man max hub der einlass welle 11,3 mm zu 10,9 mm , nun stellt man ie Wellen noch etwas falsch ein und schon gibts berührungen so oder so ähnlich ..........das war das tackern

  • hier muss ich dich berichtigen. Kopf und Motorblock wurden nicht geplant sondern geschliffen. Die Werte hatte ich dir geschickt und rein rechnerisch passt das. Bezüglich des planens hast du recht, da sagt BMW nö. Auch Endoskopisch habe ich keine Feindberührung feststellen können. Die Vermutung ist eher das die Überschneidung in Verbindung mit den Interferenzen der M50 Brücke plus dem klackern der defekten Einspritzdüse das Geräusch verursacht hat. Auch weil das erst ab 2000min-1 aufgetaucht ist. Das bezieht sich jetzt auf den Einbau mit BMW Werten (Einstellwerkzeug). Bei Verstellung der Nockenwelle in Richtung früh oder spät verschwindet das Geräusch.

    Soweit meine Gedanken auf Basis meines begrenzten Horizonts.