Mal was anderes: ALPINA B3 Bi-Turbo

  • Ich bin euch ja noch des Rätsels Auflösung schuldig...


    Nun läuft der Wagen seid einigen Wochen einwandfrei. Bei der letzten Reparatur wurden die beiden elektropneumatischen Druckwandler, dessen Druckspeicher und alle Unterdruckleitungen gegen Neuteile ausgewechselt. Ebenso noch die Dichtungen an der Verbindung Ladedruckschläuche und Ladeluftkühler.


    War nun auch schon mehrfach auf der Nordschleife unterwegs und der Wagen spult dort auch problemlos seine Runden ab. :) Ansonsten habe ich vor 2 Wochen an der Hinterachse die Bremsbeläge erneuert, die Scheiben sind geblieben. Bin seit dem Kauf inzwischen 7.000km gefahren, was für meine Verhältnisse recht viel ist und wenn man bedenkt wie lange der Wagen insgesamt in der Werkstatt stand.


    Im Oktober steht dann als nächstes die HU und ein kleiner Service mit Öl & Filter, sowie Luft- und Mikrofilter und Zündkerzen an.

  • Mal wieder Zeit für ein kleines Update:


    Der Wagen läuft weiterhin sehr gut und sorgt immer wieder für ein Grinsen in meinem Gesicht. Anfang August ging es mit dem ALPINA in den Urlaub an die Ostsee bei Travemünde, wie schon angedeutet alles bestens. Nach dem Urlaub mussten die Bremsbeläge an der Hinterachse erneuert werden und vor 2 Wochen auch die an der Vorderachse. Das habe ich jeweils selbst erledigt. Bei den Belägen ist die Wahl auf Textar gefallen.
    Donnerstag war der B3 beim Freundlichen, weil die Hauptuntersuchung anstand. Ein Ölwechsel wurde außerdem durchgeführt und neue Zündkerzen verbaut. Die Hauptuntersuchung war keine große Hürde, und wurde ohne festgestellte Mängel beendet. Bei dem Öl ist die Wahl auf das Mobil1 0W-40 New Life gefallen. Leider muss ich mich vermutlich in Zukunft anderweitig umsehen, da dieses Öl von Mobil1 nicht mehr vertrieben wird und das neue keine passende Freigabe mehr hat.


    Nachdem ich mit dem Wagen mittlerweile 12.000km gefahren bin, wuchs in mir das Verlangen das Fahrwerk etwas zu optimieren. Konkret gestört hat mich zum einen die extrem ausgeprägte Rollneigung der Karosserie sowie das "schwimmende" Fahrverhalten bei hohen Geschwindigkeiten.
    Insbesondere bei harten Bremsmanövern von über 250km/h runter auf 100km/h oder weniger, kam mir insbesondere die Hinterachse zu leicht vor. Das Fahrwerk war eben mehr auf Komfort, als auf Sportlichkeit abgestimmt und ist eben immer ein Kompromiss, mal mehr in die eine, malmehr in die andere Richtung.
    Daraufhin habe ich mich recht schnell auf das KW Variante 3 Fahrwerk i.V. mit KW Clubsport Stabilisatoren festgelegt. Der Vorteil des Fahrwerks liegt eben darin, es genau auf die Bedürfnisse anpassen zu können. Druck- und Zugstufe sind von außen einstellbar, die Höhe natürlich ebenso. Aufgrund guter Erfahrungen im Freundeskreis habe ich mich dafür an 413 Motorsport gewandt. Tim, der Besitzer, hat mich dort wirklich kompetent und ehrlich beraten und da fiel die Entscheidung schlussendlich leicht.



    Mittlerweile ist das Fahrwerk umgebaut. Dazu ein paar Bilder aus der Werkstatt.


    Mit dem eigentlichen Einbau der Komponenten war die Sache natürlich noch nicht fertig. Es folgte noch eine Achsvermessung mit Einstellung von Spur und Sturz...


    ..und die Ausmittelung der Radlasten auf der Radlastenwaage.




    Seit dem Umbau bin ich bisher etwa 1.000km gefahren und hellauf begeistert, es fährt sich wie ein völlig neues Auto! Es gibt wesentlich mehr Rückmeldung von der Straße, das Einlenkverhalten ist um einiges direkter geworden. Das extreme Einknicken beim harten Anbremsen oder starken Beschleunigen vom Stand ist beinahe völlig verschwunden. Bei Geschwindigkeiten >250km/h saugt sich das Auto jetzt gefühlt auf den Aspahlt und liegt absolut sicher und satt. So habe ich mir das vorgestellt! Mal schauen wie es sich demnächst auf der Nordschleife fährt. Und dabei bleibt der Komfort absolut nicht auf der Strecke, ganz im Gegenteil! Das war mir von Beginn an auch wichtig: Der Wagen sollte seinen Fahrkomfort behalten. Klar, es ist jetzt alles etwas straffer und sportlicher geworden, aber das Verhältnis passt absolut.

  • Die Fahrwerksoptimierung klingt wie von dir gewohnt gut durchdacht und 1A umgesetzt :thumbsup:


    Guter Kumpel hat sich vor 2-3 Monaten einen F31 Alpina B3 mit 8-Gang ZF Automatik und Allrad geholt.
    Ich bin echt beeindruckt, wie der Alpina Bi-Turbo im Bedarfsfall schiebt und dennoch im Alltag mit 8,xl/100km zu bewegen ist 8o

  • Letzten Sonntag war ich dann das erste Mal seit dem Fahrwerksumbau auf der Nordschleife. Wir sind morgens um 8:00Uhr bei 14°C in Oberhausen mit zwei Autos losgefahren und waren 2 Stunden später und bei 6,5°C vor Ort in Adenau. Zu dem Zeitpunkt war die Nordschleife wenig befahren und noch stellenweise nass. Ich bin trotzdem in Breidscheid aufgefahren und habe erstmal 1,5 Erkundungsrunden gedreht. Aufgrund der teils feuchten Fahrbahn habe ich es ruhig angehen lassen aber das Auto hat sich so oder so kaum aus der Ruhe bringen lassen. Zwei kurze Eingriffe des DSC habe ich bemerkt als kurz das Heck kam, aber alles im Rahmen.



    Hier ein Foto von den ersten 1,5 Runden:



    Nach Mittag war der Asphalt dann weitesgehend trocken und ich bin nochmal losgefahren und habe 2 Runden nacheinander gedreht. Ich konnte flüssig fahren, der Verkehr hielt sich glücklicherweise in Grenzen und ich konnte den Wagen und insbesondere das Fahrwerk auf mich wirken lassen.
    Am meisten fällt die Ruhe im Fahrwerk auf. Der Wagen fährt um einiges satter und gelassener als mit dem alten Fahrwerk. Die stark reduzierten Bewegungen der Karosserie fallen außerdem schwer ins Gewicht und vermitteln doch ein zusätzliches Maß an Fahrspaß und nicht zuletzt Fahrsicherheit. Mit dem Luftdruck muss ich noch etwas experimentieren. ALPINA schreibt 2,6bar für die VA vor und 2,5bar für die HA. Bisher lasse ich vor Fahrtbeginn rundum 0,2bar ab um dem Erhitzen des Reifens und somit dem steigenden Luftdruck entgegen zu wirken, aber am besten bisher bin ich mit rundum 2,2bar kalt gefahren. Werde da auf jeden Fall noch etwas rumprobieren.



    Hier noch eine Auswahl des restlichen Bildmaterials:



    Ansonsten macht der Wagen mächtig Spaß, ganz egal ob im Alltag oder auf der Nordschleife. Aktuell bin ich seit dem Kauf ca. 14.000km gefahren und der durchschnittliche Verbrauch liegt bei etwa 12,5l auf 100km. Mindestens ist SuperPlus im Tank, alternativ auch mal V-Power oder Ultimate102. Der Ölverbrauch geht gegen Null. Ich habe in der ganzen Zeit einen halben Liter nachfüllen müssen, da war aber noch das 5W30 Castrol Edge drin. Seit dem letzten Ölwechsel vergangenen Monat ist noch kein sinkender Ölstand zu verzeichnen. Ich bilde mir auch ein, dass der Motor mit dem Mobil1 0W40 NewLife akustisch zurück haltender läuft, insbesondere nach dem Kaltstart. Selbiges ist mir ja auch schon beim 330i aufgefallen, nachdem ich dieses Öl im Motor hatte. Leider hat Mobil1 das Öl nicht mehr im Programm, aber ich habe mir einen Vorrat angelegt, der wohl noch eine ganze Weile ausreichen wird.